Der Maschinenbauer FFG Werke aus Eislingen/Fils setzt auf digitale Zwillinge und virtuelle Inbetriebnahme – ein Versprechen, das immer mehr Maschinenhersteller machen. Das Prinzip: komplexe Fertigungsanlagen erst am Computer simulieren, Fehler früh erkennen, dann schneller und kostengünstiger starten.
Für Schreinereien und Möbelhersteller stellt sich die praktische Frage: Lohnt sich das für kleinere bis mittlere Betriebe, wenn die Anschaffung einer modernen CNC-Fräse oder eines automatisierten Zuschnitt-Systems ohnehin schon ein Investment ist? Die Antwort liegt in den Rüstzeiten und den Kosten für Fehler beim Hochfahren einer neuen Linie.
Wer agile Serien fährt und häufig zwischen Aufträgen wechselt, verliert heute oft Tage oder Wochen bei der Inbetriebnahme neuer Programme. Digitale Zwillinge versprechen, diese Zeit zu halbieren. Ob FFG Werke und Konkurrenten dieses Versprechen halten, hängt davon ab, wie realistisch die Simulationen tatsächlich die Werkstatt-Realität abbilden – und ob die Software benutzerfreundlich bleibt.