Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) hat zum Kabinettsbeschluss des Bundeshaushalts 2027 strukturelle Mängel in der Wohnraumförderung angeprangert. Während die Mittel für nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum verstetigt werden, bleibt die Antragslandschaft nach Aussage von BDF-Präsident Mathias Schäfer „zu unübersichtlich, zu kompliziert und mit zu viel Aufwand verbunden".

Besonders Familien, die den Sprung ins Wohneigentum anstreben, scheitern in der Praxis an der Handhabbarkeit der Fördervorgaben. Das Problem ist nicht fehlender politischer Wille zur Eigentumsförderung, sondern mangelnde Operationalisierbarkeit: Der Dschungel aus KfW-Standards, Effizienzhausklassen und Antragsfristen schreckt Bauherren und Fertigbauunternehmen ab und bremst damit den bezahlbaren Wohnungsbau trotz verfügbarer Haushaltsmittel.

Die Branche fordert daher eine radikale Vereinfachung der Förderarchitektur, um Anreize für private Eigentumsbildung und damit für den Fertigbau wirksam zu machen.